Vortrag von Thomas Marxhausen online: Den Stachel ziehen? Konflikte um die Edition der Manuskripte von Marx und Engels

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Dem Wert auf der Spur

Im Rahmen der Satellitenseminare der Lesekurse zum marxschen Kapital referierte Thomas Marxhausen über die politische und ideologische Dimension der historisch-kritischen Edition der Arbeiten und Manuskripte von Karl Marx und Friedrich Engels.

Viele Manuskripte der Autoren Marx und Engels wurden nicht für die Veröffentlichung geschrieben, auch schloss Marx Das Kapital nie ab. Wann, wie und was jedoch im Laufe der Jahrzehnte davon publiziert wurde, das ist bis heute eine von Konflikten gezeichnete Geschichte. Der historisch erste Versuch, eine kritische Marx-Engels-Edition (MEGA1) herauszugeben, endete in den 1930er Jahren mit der Verschleppung und Ermordung eines Großteils der damit befassten ForscherInnen, inklusive des Direktors des „Marx-Engels-Institut“ in Moskau, David Rjasanow. Ein zweiter Versuch (MEGA2) unter der Ägide der KPdSU- und SED- Führung endete mit dem Zusammenbruch des Realsozialismus. Von da an war es zwar möglich, unter neuen Vorzeichen die Marx’schen Originalmanuskripte zu bearbeiten und zu interpretieren; ein Ende der politischen Auseinandersetzung um die Herausgabe der Werke ist jedoch bis heute nicht in Sicht. Das zeigte sich vor allem vor dem Hintergrund der Debatte um die neuen Editionsrichtlinien von 1993.

Der Vortrag von Thomas Marxhausens kann nun angehört werden:

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Ingo Stützle

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