Kapitalismus: Ein System mit kritischen Phasen

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Die Deutsche Bank und die globale Neubewertung der Risiken – ohne einmal Kapitalismus zu schreiben:

»Allerdings wird es in der realen Welt (sic!) zunehmend deutlicher, dass man selbst mit der ausgereiftesten Technologie an die Grenzen der noch beherrschbaren Komplexität stößt. Die Theorie der „self-organized critically“ lehrt uns, dass in hoch komplexen Systemen selbst kleinste Ereignisse eine massive und unvorhersehbare Wirkung haben können. Im übertragenen Sinn ist dies der sprichwörtliche Flügelschlag eines Schmetterlings in Peking, der in New York ein Gewitter auslöst. Dieses Bild bezieht sich allerdings auf das chaotische Verhalten eines komplexen Systems in der Natur. Die Theorie der „self-organized critically“ bezieht sich aber auch auf soziale, von Menschen entwickelte Systeme und postuliert, dass das individuelle Verhalten der Wirtschaftssubjekte (im Bankwesen, im Management von Zulieferketten usw.), das auf einem vollständig rationalen Optimierungsprozess beruht, die Tendenz aufweist, ein System in eine kritischere Phase zu versetzen, so dass es anfälliger für Schocks wird.« (DBResearch, 20. April 2011)

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Ingo Stützle

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Von Ingo Stützle

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