Hinweise zur nuklearen Katastrophe in Japan

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Das neue Wappen Deutschlands. Bild: burks.de

Die Ereignisse in Japan überschlagen sich und sind überall Thema. Während auf der einen Seite die schlechte Informationspolitik kritisiert wird, geht vieles in der Informationsflut unter. Anlass für ein paar Hinweise.

Die AntiAtomPiraten haben einen Ticker aufgesetzt. Auch die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) hat eine Sonderseite eingerichtet. Die taz hält ebenso auf dem Laufendem wie greenpeace.

CotrAtom sammlen die politischen Reaktionen. Die ersten politischen Reaktionen hat Tom Strohschneider (am 13.3.) eingefangen. An anderer Stelle geht er auf die Debatte innerhalb des rot-rot-grünen Lagers ein und erinnert an den 28.10.10, den Tag, an dem im Bundetag über die Laufzeitverlängerung diskutiert wurde. Albrecht von Lucke von den Blättern diskutiert im mdr (Figaro) die Entscheidung der Bundesregierung für ein Moratorium. Der Freitag stellt jeden Tag eine Netzschau zusammen. Der Freitag hat auch Artikel und die blog-Beiträge der community gesammelt.

Eine AKW-Weltkarte hat die FAZ erstellt.

Ranga Yogeshwar erklärt bei Quarks & Co (15.3.) nicht nur die Richterskala, sondern auch wie Atomkraftwerke funktionieren und was eine Kernschmelze bedeutet. (Yogeshwar musstesich inzwischen einige kritische Fragen hinsichtlich seiner diversen Tätigkeiten für die Atomindustrie gefallen lassen). Eine kurze Erklärungen zu technischen Details und Hintergrundwissen findet sich im physikblog. Kathrin Zinkant erklärt den Strahlensalat: Mr. Sievert, Madame Curie und das Wildschwein – die vielen Arten, Radioaktivität zu messen und zu beschreiben.

100 Gründe gegen Atomkraft hat die website 100-gute-gruende.de gesammelt, aber nicht alle würde ich unterschreiben.

Wer sich mit dem Sendeformat der Antiaufklärung, der Talkshow, beschäftigen möchte, sollte das Interview mit dem kritischen Medienwissenschaft Dietrich Leder lesen, das ich letzten Sommer für ak geführt habe.

medico international kritisiert den Maulkorb für die Weltgesundheitsorganisation in allen Atomfragen. Nichts neues wie der Artikel »Das Geheimsache Tschernobyl. Strahlenschäden sind für die WHO tabu« von Alison Katz in der le monde diplomatique vom 14.3.2008

In der taz findet sich ein kurzer Beitrag zu den japanischen AtomkraftgegnerInnen von CNIC. Vor ein paar Tagen interviewten sie Philip White, ein in Japan lebender Aktivist. Zwei ältere Artikel zur japanischen Anti-Atom-Bewegung hat Burkhard Schröder ausgegraben.

FAU und express rufen zu Hilfe für (prekäre) ArbeiterInnen in Japan auf.

Etwas grundsätzlichere Fragen stellen sich Tomasz Konicz, Andreas Exner und Sabine Nuss. Ein Autor auf lereveil.ch diskutiert die Katastrophe und den derzeitigen Diskurs vor dem Hintergrund von Badiou Kritik und dem Buch »Der kommende Aufstand« (Debatte zum Buch in ak).

Ofenschlot erinnert an Günther Anders, der Atomkraftwerke als Mordinstrumente bezeichnete. Und die Gruppe dissident bringt es auf den Punkt: Atomkraftwerke sind scheiße! Ich darf hinzufügen: Der Kapitalismus auch. Wie brachte es Westerwelle auf den Punkt: »Jetzt geht Sicherheit vor Wirtschaftsinteressen.« Und davor? Umgekehrt!

Bei ausgestrahlt oder dem antiatompiraten.piratenpad.de finden sich alle Demotermine und Mahnwachen.

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Ingo Stützle

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Von Ingo Stützle

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