Den Stachel ziehen? Konflikte um die Edition der Manuskripte von Marx und Engels

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Die marxschen Originalmanuskripte in der MEGA - geklebt, nicht geschüttelt bitte

Im Rahmen der Kapital-Kurse der rls findet am kommenden Freitag ein Satellitenseminar statt. Um diese regelmäßigen Lesetreffen herum kreisen verschiedene Satellitenseminare zu ausgewählten Fragen und Diskussionssträngen auf dem Feld der Kritik der Politischen Ökonomie. Am Freitag haben wir Thomas Marxhausen zu Gast. Er referiert zum Thema »Den Stachel ziehen? Konflikte um die Edition der Manuskripte von Marx und Engels«.

Viele Manuskripte der Autoren Marx und Engels wurden nicht für die Veröffentlichung geschrieben, auch schloss Marx Das Kapital nie ab. Wann, wie und was jedoch im Laufe der Jahrzehnte davon publiziert wurde, das ist bis heute eine von Konflikten gezeichnete Geschichte. Der historisch erste Versuch, eine kritische Marx-Engels-Edition (MEGA1) herauszugeben, endete in den 1930er Jahren mit der Verschleppung und Ermordung eines Großteils der damit befassten ForscherInnen, inklusive des Direktors des “Marx-Engels-Institut” in Moskau, David Rjasanow. Ein zweiter Versuch (MEGA2) unter der Ägide der KPdSU- und SED- Führung endete mit dem Zusammenbruch des Realsozialismus. Von da an war es zwar möglich, unter neuen Vorzeichen die Marx’schen Originalmanuskripte zu bearbeiten und zu interpretieren; ein Ende der politischen Auseinandersetzung um die Herausgabe der Werke ist jedoch bis heute nicht in Sicht.

Einen sehr guten Überblick zur Geschichte der MEGA² bietet Marxhausen in seinem Text »MEGA – MEGA” und kein Ende«, in: UTOPIE kreativ, 2006, H.189/190, 596-617. Auch die Beiträge zur Marx-Engels-Forschung. Neue Folge arbeiteten die Geschichte MEGA² auf (besonders in den Sonderbänden).

Thomas Marxhausen: »Den Stachel ziehen? Konflikte um die Edition der Manuskripte von Marx und Engels«

Thomas Marxhausen: »Den Stachel ziehen? Konflikte um die Edition der Manuskripte von Marx und Engels«.
28. Mai 2010, 19.30 Uhr
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Franz-Mehring Platz 1, Berlin
Seminarraum wird im Foyer bekannt gegeben
Anmeldung bitte bei valeanto [ät] das-kapital-lesen.de

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Ingo Stützle

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