Die Grenze der Werttheorie. Politische Ökonomie der Grundrente und Marx’ Kritik

PROKLA 191

Karl Marx habe Friedrich Engels einmal vorgeworfen, so eine von Marx’ Schwiegersohn Paul Lafargue (1905: 438) überlieferte Anekdote, dass dieser sich „so zersplittere, auf so vielerlei Gegenstände, nur zum Vergnügen, ‘ohne daran zu denken, für die Welt zu arbeiten’“ . Engels reagierte darauf nicht weniger tadelnd: „Ich würde mit Vergnügen die russischen Veröffentlichungen über die Lage der Landwirtschaft verbrennen, die dich seit Jahren hindern; das ‘Kapital’ zu voll-enden!“ (Ebd .) Marx hatte sich an das Studium der russischen Sprache gemacht und einer seiner Brieffreunde, der Übersetzer des Kapital ins Russische, Nikolai Danielson, ihm die zahlreichen und dicken Berichte einer landwirtschaftlichen Enquetekommission geschickt hatte, deren Veröffentlichung von der russischen Regierung verboten worden war. Marx erhoffte sich tiefere Einblicke in das Thema Grundrente. Bis dahin war seine Analyse v.a. durch die Grundeigentumsverhältnisse in Frankreich und England sowie die englischsprachige und französische Literatur geprägt. Marx stellte in Aussicht, sich im dritten Band des Kapital, im Abschnitt über das Grundeigentum, „sehr ausführlich mit der russischen Form [zu] beschäftigen“ (MEW 33: 549). Am Thema Grundrente hat sich Marx die Zähne ausgebissen . In einem Brief an Engels macht er deutlich, worauf es ihm ankommt: … Weiterlesen in PROKLA 191 [PDF].

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