ArchiveJuni 2014

FAQ. Noch Fragen? Und täglich grüßt der Dax

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Was waren die letzten Wochen aufregend! Bricht der Dax die magische Rekordmarke? Die Medienwelt fieberte den 10.000 Punkten entgegen. Die Präsenz des Aktienindex ist Ausdruck einer gefestigten neoliberalen Hegemonie: Noch Mitte der 1990er Jahre wäre es undenkbar gewesen, dass vor Beginn der Tagesschau und vor der Wettervorhersage die Stimmung auf dem Börsenparkett ausführlich Thema sein könnte.

Die Hilflosigkeit keynesianistischer Makroökonomie

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Nachdem die Krise 2008 zu einer internationalen Banken- und Finanzkrise ausartete und eine tiefgreifende Depression nach sich zog, waren Vergleiche mit 1929 an der Tagesordnung. In der Diskussion über wirtschaftspolitische Alternative wurde und wird auch regelmäßig der in den 1930er Jahren angestrengte »New Deal« ins Feld geführt – als positives Beispiel für eine Alternative. Stephan Schulmeister vom österreichischen WIFO hat nun ein 23seitiges Papier mit dem Titel »Von Roosevelt lernen: Sein ›New Deal‹ und die große Krise Europas« vorgelegt. Der Beitrag ist wie immer lehrreich und interessant – nur etwas hilflos. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn diese politische Hilflosigkeit selbst Thema werden würde. Wird sie aber nicht. Die Hilflosigkeit drückt sich darin aus, dass die Politik...

Krisenstab: Das mit den E-Mails regelt der Markt

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Wer kennt das nicht: Die Inbox quillt von E-Mails über, die Möglichkeiten, einzelne E-Mails als ungelesen oder farbig zu markieren, sie in Ordner zu sortieren, sind ausgereizt. Ganz Findige schicken sich E-Mails selbst nochmals zu, damit sie wieder nach oben rutschen, was das Problem nur potenziert, schließlich werden es ja noch mehr E-Mails. Ein weiterer Trick: die E-Mail-Flut erst nach der Mittagspause zu lesen und zu bearbeiten, dann, wenn der Körper konzentrierte Arbeit verweigert – und trotzdem liest man als erste Amtshandlung des Tages alle E-Mails. Statt das Problem mit der kaum bewältigbaren Masse an E-Mails zu individualisieren, sollte es einen kollektiven Umgang mit dem Problem geben, schließlich sagen schon die Krankenkassen, dass die E-Mail-Berge krankmachen. Für ein...

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