Das »ökonomische Niveau von Dampflokomotiven«, Konsolenspielen und Apps

Sabine Nuss und ich antworteten vor ein paar Wochen auf einen nd-Beitrag von Manfred Sohn, in welchem er die Produktivkraftentwicklung der elektronischen Datenverarbeitung und Kommunikationstechnologie als endgültige Krisenursache für den Kapitalismus festmacht:

Das lächerliche Handygebimmel hat weder akustisch noch ökonomisch das Niveau von Dampflokomotiven, Strommasten oder dem Model T

Jenseits der theoretischen Kritik, die wir in unserem Artikel skizziert haben (und Sabine auch in ihrem Buch Copyright & Copyriot ausgeführt hat), sind mir in den letzten Tagen zwei Zahlen untergekommen, die sehr deutlich zeigen, dass in Sachen Profit in der informationellen Industrie viel Luft nach oben ist:

Der Studie der Association for Competitive Technology zufolge sind allein in der sog. App-Industrie 529.000 Personen vollzeitbeschäftigt. In den letzten fünf Jahren sind in diesem Bereich in Europa etwa  800.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. (futurezone.at)

Ein weiteres Beoispiel: Allein am ersten Verkaufstag brachte das Konsolenspiel »Grand Theft Auto V« zirka das Dreifache der Herstellungskosten ein, 800 Millionen US-Dollar. Dabei wurde es in vielen Ländern erst ein paar Tage angeboten und die Onlineversion ist noch gar nicht veröffentlicht (spiegel.de).

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Ein Kommentar

  1. Volker
    Am 1. Oktober 2013 um 18:53 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich empfehle zur Bedeutung dieser Industrie ja auch immer noch den alten Aufsatz von Nick Dyer-Witherford im immateriellen Arbeit Sammelband, den Atzert nach Empire razsgegeben hat. Und bei dem ging es „nur“ um die Videospielindustrie.
    Ansonsten tauche ich gerade in die Welt des Gaming wieder ein und kann zumindest für kulturwissenschaftliche Diskussionen die WASD – Zeitschrift für Computerspiel empfehlen, wenn es um Diskussionen von Journalisten geht, die Bock auf mehr als eine weitere Spielerezension haben. Ansonsten Podcast, Webseiten wie superlevel, etc. äußern sich auch mal zu ökonomischen Aspekten. Ebenfalls erhellend die Äußerungen vom games’n’politics youtube-Kanal zur Zusammenarbeit von Militär und der Industrie für Simulatoren.

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