Archive19. November 2009

Gerechtigkeit für Marx

G

Fast wöchentlich erscheinen neue Bücher zu Marx. Inzwischen auch wieder Biographien. Der letzte Renner war Wheens Biographie. Von ihm folgte aufgrund des Erfolgs gleich ein wirklich ärgerliches Buch über Marx’ Kapital. Bei Piper erschien nun eine weitere Biographie. Im heutigen Neuen Deutschland ist eine Besprechung zu finden. Der letzte Satz heißt: »Trotz aller Einschränkungen und manchen sachlichen Fehlern ist es ein gutes Buch, allein schon wegen des Satzes: ›Zweifellos ist der Kapitalismus ungerecht.‹« Und schon wird man stutzig. Wollte Marx nicht Ausbeutung auf Grundlage von »Freiheit, Gleichheit und Eigentum« erklären (bzw. warum diese Ausdruck der kapitalistischen Gesellschaftsformation sind)? Machte er sich nicht zeitlebens über die »moralisierende Kritik« (u.a. MEW 4, 331ff...

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